von Theodor Wahl-Aust

Brief: Auswirkungen der Russischen Sprachseminare

Liebe Christine,

vielen Dank für deine Einladung zur Feier des 100. Geburtstags von Johannes Baar, dem ich viel verdanke! 1974 war ich zum ersten Mal in Simferopol, 1986 habe ich das Seminar geleitet und dann zuletzt war ich dort mit dir nach der Jahrtausendwende. Die Freundschaft zu einer Familie in Simferopol hält seit 1974 immer noch an, gelegentlich haben wir auch Kontakt zu dem Skulptor Jurij Sacharow aus Perewalnoje, den ich 1993 nach Winterberg zu einer Ausstellung in Zusammenarbeit mit der Volksbank eingeladen hatte. Schon zuvor hatten wir mit dem Juwelier Anatolij Krjukov aus Simferopol dort zwei Ausstellungen organisiert.

Die von Johannes Baar geleiteten Russischkurse haben meine berufliche Tätigkeit nachhaltig beeinflusst – als Übersetzer, Mitgründer des Vereins Kontakty, Leiter des bilingualen Zweigs und eines Schüleraustauschs mit unserer Partnerschule in Moskau sowie – nach meiner Pensionierung – der Organisation zweier Konzerte mit dem katholischen Mädchenchor St. Margareta aus Düsseldorf in der Marienkathedrale bzw. im Historischen Museum am Roten Platz in Moskau. Konzertreise des Jugendkammerchores St. Margareta nach Moskau – Landeshauptstadt Düsseldorf (duesseldorf.de) Die Musik aus verschiedenen Jahrhunderten und vielen Ländern ist durchdrungen vom Gedanken an Frieden und Versöhnung, wofür sich Johannes Baar seit Kriegsende so unermüdlich eingesetzt hatte.

Bei meiner ganzen deutsch-russischen Arbeit hat mich stets die Erinnerung an Johannes Baar begleitet. An der Gedenkveranstaltung nehme ich daher gerne teil und freue mich viele bekannte Gesichter wiederzusehen.

Herzliche Grüße

Theo

(Theodor Wahl-Aust)                   27.01.2021 per E-Mail

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